Flüchtlingskrise: positive Impulse für Reisebranche

Eine vom Travel Industry Club in Auftrag gegebene Umfrage unter Managern aus der Reiseindustrie hat ergeben, dass der Deutschland-Tourismus von der aktuellen Flüchtlingskrise profitieren könnte. Gleichzeitig ist sich ein Großteil der Befragten sicher, dass Maßnahmen wie die Wiedereinführung von Grenzkontrollen den Tourismus innerhalb der EU hemmen würden.

Das Credo der Befragung, die Anfang März veröffentlicht wurde und an der sich 164 Manager aus der Reisebranche beteiligten: 59 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sich die Bundesbürger von der aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussion nicht verunsichern lassen und ins europäische Ausland verreisen werden.

Der Großteil (77 %) geht davon aus, dass der Deutschland-Tourismus von der aktuellen Situation überproportional profitieren wird, da so mancher Tourist seinen Urlaub im eigenen Land verbringen wird. Allerdings wird der europäische Kontinent aufgrund der weltweiten Berichterstattung über den Flüchtlingsstrom nach Meinung von 67 Prozent für internationale Reisende an Attraktivität verlieren.

Noch deutlicher ist die Bewertung der Konsequenzen für das Reiseland Türkei. 80 Prozent gehen davon aus, dass das Verhalten der Türkei in der aktuellen Diskussion fühlbar schaden wird. 78 Prozent sind zudem der Ansicht, dass der Tourismus in Ländern der sogenannten Balkan-Route leiden wird.

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