Vimcar erhält Rekord-Investment im Bereich Connected Car

Das Ende 2013 gegründete Berliner Startup Vimcar hat die Series-A-Finanzierungsrunde mit neuen und alten Geldgebern erfolgreich abgeschlossen und will mit der neu gewonnen Liquidität sein Produktangebot stark ausweiten. Unternehmertum Venture Capital Partners, der Investment-Arm der Unternehmer-TUM und Coparion beteiligen sich neu am Connected-Car Startup.

 


Unternehmertum Venture Capital Partners und Unternehmer-TUM setzen damit weiter auf das Thema Mobilität – bisher ist man dort etwa am Fernbus-Riesen Flixbus beteiligt und erst im Februar wurde zusammen mit der Bundesregierung und einer Reihe von Industriepartnern (u.A. Audi, BMW, Daimler, SAP) der Digital Hub Mobility in München eröffnet. Coparion agiert mit einem der größten deutschen VC-Fonds (225 Mio. Euro) in dieser Finanzierungsrunde. Neben den beiden Lead-Investoren beteiligen sich außerdem die französische Arnault-Gruppe und eine Reihe von Business Angels an der Kapitalerhöhung.  

Den Markteintritt hatte Vimcar bisher mit einem digitalen Fahrtenbuch gemeistert, nun sollen weitere Prozesse rund um den Firmenwagen automatisiert werden. Geschäftsführer Christian Siewek: „Wir konzentrieren uns auf Fuhrparks die wenig Zeit und Ressourcen haben ihre Firmenfahrzeuge effizient zu managen. Mit Vimcar wollen wir diesen Unternehmen einen digitalen Fuhrparkleiter an die Seite stellen, der alle Aufgaben digitalisiert und zentralisiert. Neben dem Schreckgespenst Fahrtenbuch gehen wir nun zum Beispiel auch die Themen Tankkarte, Reifen, Führerscheinkontrolle und Leasingvertrag an.“ Neben großen Kooperationspartnern wie Haufe Lexware, DATEV oder Media Markt setzen inzwischen auch schon über 5.000 Unternehmen auf die Software der Berliner.  

Technologisch basiert die Lösung auf einem kleinen OBD-Stecker (siehe Foto), der in die gesetzlich standardisierte Diagnoseschnittstelle im Fußraum des PKWs eingesteckt wird. Über eine integrierte SIM-Karte werden die Fahrzeugdaten online gesichert und dem Unternehmen bzw. den Fahrern über Apps (iOS, Android, Web) zur Verfügung gestellt. Zukünftig sollen die Fahrzeugdaten aber nicht mehr über den Stecker, sondern direkt über entsprechende Schnittstellen zu den Automobilherstellern abgerufen werden.