2017: Fernstraßenausbau schreitet voran

Der Ausbau des Fernstraßennetzes in Europa schreitet auch 2017 voran. Der Schwerpunkt liegt laut ADAC in Ost- und Mitteleuropa, wo die Infrastruktur noch erheblichen Nachholbedarf hat.

Die wichtigsten Freigaben sind:

Polen
Einen rasanten Schritt nach vorn macht das Fernstraßennetz in Polen. Auf der Schnellstraße S 3 (Stettin–Legnica), die in Nord-Süd-Richtung parallel zur deutschen Grenze verläuft, werden zwischen April und August gleich drei Freigaben erwartet: die Umfahrungen von Gorzow Wielkopolski (12 km) und Miedzyrzecz (6 km) sowie der Abschnitt Sulechow–Zielona Gora (13 km). Damit wäre die S 3 durchgehend auf einer Länge von über 200 Kilometern zwischen Stettin und Zielona Gora (circa 90 km östlich von Cottbus) befahrbar. Weitere Eröffnungen sind auf den Schnellstraßen S 5 (Breslau–Posen), S 7 (Danzig–Warschau) und S 8 (Breslau–Lodz) geplant. Diese finden in der zweiten Jahreshälfte statt.

Serbien
Transitreisende in Richtung Bulgarien haben es schon bald leichter. In der zweiten Jahreshälfte sollen drei Abschnitte der neuen Autobahn A 4 (Nis–Grenzübergang Dimitrovgrad/BG) mit einer Gesamtlänge von 51 Kilometern eröffnet werden. Mit den Freigaben wäre die A 4 auf einer Länge von 82 Kilometern durchgehend von Nis (Anschluss zur A 1 aus Richtung Belgrad) bis Pirot befahrbar. Bis zur bulgarischen Grenze und dem Anschluss in Richtung Sofia fehlen dann nur noch 22 Kilometer.

Rumänien
In Rumänien schreitet der Ausbau des Autobahnnetzes ebenfalls voran. Wird der Zeitplan eingehalten, werden im Laufe des Jahres auf der A 1 (GÜG Nadlac/H–Timisoara–Sibiu) die Abschnitte zwischen Dumbrava und Margina (15 km) sowie zwischen Grind und Deva (31 km) freigegeben. Die rund 350 Kilometer lange Autobahn von der ungarisch-rumänischen Grenze bei Nadlac bis Sibiu wäre dann fast komplett. Die letzte, rund 26 km lange Lücke zwischen Margina und Grind soll bis 2018 geschlossen werden.

Schweiz
Im Frühjahr wird in der Schweiz auf der Jura-Autobahn A 16 (Biel–Delemont–Boncourt) das letzte Teilstück zwischen Loveresse und Court (9 km) freigegeben. Dann ist die Autobahn auf einer Länge von 85 Kilometern durchgehend befahrbar.